Hackescher Markt
Der Platz befindet sich am südlichen Ende der Rosenthaler Straße, wo sich bis in das 19. Jahrhundert der Festungsgraben erstreckte. Außerdem laufen die Oranienburger Straße, die Große Präsidentenstraße, die Neue Promenade und die Straße An der Spandauer Brücke auf den Platz zu.Das Gelände, auf dem sich der Platz heute befindet, war ursprünglich Sumpfland. Erst mit dem Abriss des Festungsgrabens ließ der Berliner Stadtkommandant Hans Christoph Friedrich Graf von Hacke den Platz auf Betreiben Friedrich II. anlegen. Er wurde schnell als der Hackesche Markt bekannt, dennoch erfolgte erst am 23. Juli 1840 die offizielle Umbenennung.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich der Platz dank der Erschließung durch öffentliche Verkehrsmittel zu einem innerstädtischen Knotenpunkt. Nahe dem Platz befand sich die Berliner Börse, nach der auch der S-Bahnhof am Platz benannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der den Platz umgebenden Bebauung zerstört. Der Platz, nunmehr durch Baulücken geprägt, verlor im Windschatten des in den 1960er-Jahren neu wiederaufgebauten Stadtzentrums am Alexanderplatz an Bedeutung. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und Berlins 1990 wurden die vorhandenen Altbauten saniert und die Baulücken geschlossen. Die Platzfläche wurde größtenteils als Fußgängerbereich neu gestaltet. Am Platz sowie entlang der zuführenden Straßen siedelten sich vor allem diverse gastronomische Einrichtungen aller Art an, so dass der Hackesche Markt zum Ausgangspunkt eines Vergnügungsviertels avancierte.
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Friedrichstraßenpassage
Das Gebäude wurde 1907 bis 1908 in 15 Monaten unter der Leitung des kaiserlichen Baurates Franz Ahrens errichtet und 1909 als Kaufhaus mit dem Namen Friedrichstraßenpassage eröffnet. Der Gebäudekomplex zog sich damals von der Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße hin. Die Passage hatte an beiden Straßen Eingänge und verband diese miteinander. Die Friedrichstraßenpassage war zu dieser Zeit nach der Kaiserpassage die zweitgrößte Einkaufspassage der Stadt und der letzte große Passagenbau in Europa. Die Baukosten betrugen 7 Millionen Mark.
Bei dem fünfgeschossigen Gebäude handelte es sich um eine Stahlbetonkonstruktion mit einer Stahlbetonrippenkugel. Neben einer großen überdachten Passage befanden sich zahlreiche Geschäftsräume. Das Haus kann der frühen Moderne zugeordnet werden und enthält klassische und gotische Einflüsse. Der Komplex besaß ein eigenes Beförderungs- und Rohrpostsystem. Der noch heute verwendete Begriff Zyklopenstil basiert auf einer damaligen Beschreibung des Komplexes.
Eine Aktiengesellschaft, bestehend aus mehreren Einzelhändlern, gab unter dem Initiator Otto Markiewicz den Bauauftrag für die Passage, um einen Marktvorteil durch den gemeinsamen Standort zu bekommen. Das Konzept sah vor, die Läden nicht strikt voneinander zu trennen, sondern ineinander überlaufen zu lassen und mittels einer zentralen Kassenstelle zu kontrollieren. Bereits im August 1908, ein halbes Jahr nach der Eröffnung, musste das Passage-Kaufhaus Konkurs anmelden. Der Komplex wurde von Wolf Wertheim angemietet, der 1909 erneut ein Kaufhaus darin eröffnete, das er bis 1914 halten konnte. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude zwangsversteigert.
Wie das Gebäude zwischen 1914 und 1924 genutzt wurde, ist unbekannt. 1924 wurde neben weiteren Umbauten ein noch heute erhaltener Tiefkeller (bei einem späteren Gutachten auch Tresorraum genannt) eingebaut und die Deckenhöhe der Passage mittels einer Stahl-Glas-Konstruktion auf die Höhe der Ladengeschäfte heruntergezogen, wodurch der Gesamteindruck der Halle komplett verändert wurde.
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Bundeskanzleramt
Das gleichermaßen spektakuläre wie umstrittene monumentale Gebäudeensemble des neuen Bundeskanzleramtes wurde von den Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank in der Amtszeit von Kanzler Helmut Kohl (1982–1998) entworfen. Nach dem ersten Spatenstich am 4. Februar 1997 und knapp vierjähriger Bauzeit konnte das Gebäude am 2. Mai 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen werden, wodurch der Regierungsumzug nach Berlin abgeschlossen wurde. Das bebaute Grundstück ist mit Hubschrauberlandeplatz und Kanzlerpark 73.000 m² groß. Mit einer Gesamtfläche von 12.000 m² und einer Höhe von 36 m übertrifft das Gebäude die Berliner Traufhöhe von 22 m und ist eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt (achtmal so groß wie das Weiße Haus in Washington D.C.).
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Brunnen am Alexanderplatz
Brunnen am Alexanderplatz. Der Alexanderplatz ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Berlin. Er liegt im Ortsteil Mitte in der früheren Königsstadt und wird im Volksmund kurz Alex genannt. Er wurde nach Zar Alexander I. benannt.
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Alexanderplatz
Zu einer der größten Luftschutzanlagen der Stadt zählte im Zweiten Weltkrieg der Tiefbunker unter dem Alexanderplatz. Er wurde von 1941 bis 1943 im Auftrag der Deutschen Reichsbahn von der Firma Philipp Holzmann erbaut.[3]
Die Kriegshandlungen erreichten den Alexanderplatz Anfang April 1945. Die Berolinastatue war schon 1944 entfernt und vermutlich zu Rüstungszwecken eingeschmolzen worden. Im April 1945 begannen die Alliierten auch die Stadtquartiere um den Alexanderplatz zu bombardieren. Die Kämpfe der letzten Kriegstage zerstörten erhebliche Teile der Königs- und Georgenvorstadt, sowie viele der Gebäude rund um den Alexanderplatz.
Die Wiederaufbauplanung des Berliner Innenstadtgebietes nach dem verlorenen Krieg stand im Zeichen eines Neubeginns unter der Prämisse, dem schnell anwachsenden Kraftfahrzeugverkehr auf den innerstädtischen Durchgangsstraßen nach den Flächenbombardements nun mehr Raum zu geben. Diese Idee einer verkehrsgerechten Stadt ging bereits auf Überlegungen und Reißbrettplanungen Hilbersheimers und Le Corbusiers aus den 1930er-Jahren zurück. Hans Scharouns „Kollektivplan“ von 1946 sah daher großflächige Abrisse vor, die Platz für breite Straßenschneisen der geplanten Bandstadt entlang des Landwehrkanals schaffen sollten. Die Teilung Berlins und die sich verschärfende Wohnungsfrage verhinderte die konsequente Umsetzung dieses radikalen Planansatzes. Grundlage für den Aufbau im Ostteil Berlins wurden die „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“ vom 27. Juli 1950 und die daraus folgenden „Grundsätze für die Neugestaltung der Berliner Innenstadt“ vom 23. August 1950. Am 6. September 1950 wurde vom Ost-Berliner Magistrat das sogenannte „Aufbaugesetz“ verabschiedet.
Die „Grundsätze für die Neugestaltung der Berliner Innenstadt“ sahen eine 90 Meter breite Straße vom Osten über den Alexanderplatz zur Straße Unter den Linden vor. Die Umsetzung begann 1951 in der Stalinallee. Die später weiter westlich errichteten Bauten erfolgten dann in Plattenbauweise.
Zwischen 1961 und 1964 wurde in unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes das Haus des Lehrers mit der angrenzenden Kongresshalle errichtet.
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